Kaufland International: Jetzt als Händler die Expansion nach Spanien und in die Niederlande nutzen

Marktplätze

Kaufland wächst — und zwar weit über Deutschland hinaus. Mitte Juni 2026 hat der Kaufland Global Marketplace zwei neue Ländermärkte erschlossen: Spanien und die Niederlande. Damit bietet die Plattform Händlern jetzt Zugang zu neun europäischen Märkten über eine einzige Registrierung. Was das konkret bedeutet, welche Chancen sich ergeben und wie du den Start angehst — darum geht es in diesem Artikel.

Was ist der Kaufland Global Marketplace?

Kaufland gehört zur Schwarz-Gruppe, einem der größten Einzelhandelsunternehmen Europas. Der Marktplatz wurde 2020 von Kaufland übernommen (zuvor: real.de) und hat seitdem konsequent expandiert. Heute ist der Kaufland Global Marketplace in neun Ländern aktiv:

  • Deutschland (DE)
  • Österreich (AT)
  • Tschechien (CZ)
  • Slowakei (SK)
  • Polen (PL)
  • Frankreich (FR)
  • Italien (IT)
  • Spanien (ES) — neu seit Juni 2026
  • Niederlande (NL) — neu seit Juni 2026

Das Besondere an diesem Modell: Du brauchst keine separate Registrierung für jeden Markt. Eine einzige Anmeldung beim Kaufland Seller Portal reicht aus. Danach entscheidest du, in welchen Ländern du deine Angebote veröffentlichst. Kaufland international zu verkaufen war noch nie so unkompliziert wie heute.

Warum Spanien und die Niederlande interessant sind

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Beide Märkte bieten unterschiedliche, aber attraktive Chancen für Händler.

Spanien ist der fünftgrößte E-Commerce-Markt in Europa. Mit rund 47 Millionen Einwohnern und einer wachsenden Online-Shopping-Affinität ist der Markt ein echtes Wachstumsfeld. Besonders im Non-Food-Bereich — Elektronik, Sport, Haushalt, Mode — ist die Nachfrage stark. Die Konkurrenz auf dem Kaufland-Kanal ist zu diesem frühen Zeitpunkt noch überschaubar, was ersten Einsteigern einen klaren Vorteil verschafft.

Die Niederlande gelten als einer der reifsten E-Commerce-Märkte Europas. Niederländer kaufen überdurchschnittlich viel online, erwarten schnelle Lieferzeiten und transparente Rückgabeprozesse. Wer diese Erwartungen erfüllt, gewinnt loyale Kunden. Zudem sind die Niederlande logistisch gut an Deutschland angebunden — die Lieferzeiten sind daher meist kurz.

Durch die neue Kaufland international-Expansion können Händler mit einem Konto jetzt ein Kaufpotenzial von weit über 100 Millionen Online-Nutzern in neun Ländern erschließen.

Bestehender Kaufland-Händler: Das kannst du jetzt sofort tun

Du bist bereits auf Kaufland.de aktiv? Dann musst du dich nicht neu registrieren. Im Seller Portal aktivierst du unter den Shopeinstellungen einfach die gewünschten Kanäle. Folgendes solltest du dabei beachten:

Produktdaten und Übersetzung: Kaufland bietet einen kostenlosen Übersetzungsservice für Produktdaten und Rechtstexte an. Das bedeutet: Titel, Beschreibungen und rechtliche Pflichtangaben werden von Kaufland in die jeweilige Landessprache übersetzt. Trotzdem lohnt es sich, die Ergebnisse zu prüfen — gute Texte klingen natürlich und nicht maschinell.

Versandgruppen: Du richtest einheitliche Versandgruppen ein, die für alle Kaufland-Kanäle gelten. Achte auf realistische Lieferzeiten. Kunden in Spanien und den Niederlanden erwarten klare Angaben und pünktliche Zustellung — zu kurze Lieferzeitversprechen können schnell zu händlerbedingten Tickets führen, was deinen Performance-Score belastet.

EPR-Compliance: Für Frankreich und voraussichtlich weitere Länder gelten Anforderungen zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Kaufland bietet hierfür ein EPR-Management als kostenpflichtigen Service an — 1,90 € pro Produktkategorie und Monat. Prüfe vorab, ob deine Produktkategorien betroffen sind, und entscheide dann, ob du den Service nutzt oder die EPR-Pflichten selbst erfüllst.

Grundgebühr: Die monatliche Grundgebühr gilt für alle aktiven Kaufland-Kanäle zusammen — du zahlst also nicht pro Land extra. Das macht Kaufland international deutlich günstiger als der Aufbau eigenständiger Marktplatzpräsenzen in jedem Land.

Neu auf Kaufland: So startest du jetzt

Falls du noch kein Kaufland-Händler bist, ist jetzt ein guter Moment einzusteigen — und von Beginn an gleich mehrere Märkte zu bedienen. Was du zur Registrierung brauchst:

  • Gewerbeschein oder Handelsregisterauszug
  • Gültige Umsatzsteuer-ID (deutsche USt-ID oder EU-USt-ID)
  • Offizielle EAN/GTIN-Codes für alle Produkte — vom Hersteller oder von GS1 vergeben
  • Bankverbindung für Auszahlungen

Die Registrierung ist unkompliziert und in der Regel in weniger als 30 Minuten abgeschlossen. Danach wählst du dein Abo-Modell und legst fest, in welchen Ländern du aktiv sein möchtest. Einen detaillierten Überblick über den Einstieg liefert unser Artikel Kaufland Marketplace 2026: Lohnt sich der Einstieg?.

Als Marktplatz-Agentur unterstützen wir dich beim Aufbau deiner Kaufland international-Präsenz — von der Listing-Erstellung bis zur Kampagnenoptimierung. Mehr dazu erfährst du bei Netzgeeks GbR.

Gebühren: Was kostet der internationale Verkauf?

Ein klarer Vorteil des Kaufland Global Marketplace ist die Kostenstruktur: Die monatliche Grundgebühr gilt pro Händlerkonto — unabhängig davon, in wie vielen Ländern du verkaufst. Du zahlst entweder:

  • Basic: 39,95 €/Monat zzgl. MwSt.
  • Plus: 59,95 €/Monat zzgl. MwSt. — inklusive 30 € SPA-Guthaben monatlich und der Möglichkeit, deinen eigenen Onlineshop auf deiner Kaufland-Shopseite zu verlinken

Dazu kommen die Verkaufsprovisionen, die sich je nach Produktkategorie zwischen 7 % und 16 % auf den Brutto-Verkaufspreis (inklusive Versandkosten) belegen. Diese Provisionen gelten einheitlich für alle Kaufland-Märkte — es gibt keine Sondersätze für Spanien oder die Niederlande. Das schafft Kalkulationssicherheit.

Wie du deine Werbeanzeigen auf Kaufland richtig einsetzt, zeigt unser Artikel Kaufland Advertising: Werbung schalten und optimieren.

Strategisch starten: 3 konkrete Schritte

Früh in neue Märkte einzusteigen ist dann sinnvoll, wenn man es richtig macht. Kaufland international ist keine Pflicht, sondern eine Chance — und die ist am größten, wenn die Konkurrenz noch klein ist. Drei Schritte, die du jetzt angehen kannst:

1. Märkte analysieren: Schau dir an, ob deine Produkte in Spanien oder den Niederlanden gefragt sind. Suche nach Lücken in den Kategorien — also Produkte, für die auf dem jeweiligen Kanal wenig Angebote existieren. Dort sind deine Chancen am größten, die Buy Box zu gewinnen und Sichtbarkeit aufzubauen.

2. Listings vorbereiten: Nutze den kostenlosen Kaufland-Übersetzungsservice — aber prüfe die Ergebnisse. Produkttitel, Kurzbeschreibungen und technische Angaben sollten in der Landessprache professionell wirken. Keywords in der Zielsprache sind wichtig: Ein gutes Listing auf Kaufland.es funktioniert nach denselben Grundregeln wie auf Kaufland.de — nur auf Spanisch. Wie du Listings grundsätzlich optimierst, erklärt unser Beitrag Kaufland Listing optimieren: So rankst du 2026.

3. Sponsored Ads gezielt einsetzen: Gerade beim Start in einem neuen Markt ohne Verkaufshistorie helfen Sponsored Product Ads, erste Sichtbarkeit aufzubauen. Das Plus-Abo bringt monatlich 30 € SPA-Guthaben — ein direkter Hebel für den Marktstart in Spanien oder den Niederlanden.

Fazit

Kaufland international ist kein Versprechen mehr — es ist Realität. Spanien und die Niederlande sind live. Händler, die jetzt handeln, können sich frühzeitig positionieren, bevor der Wettbewerb zunimmt. Die technischen Hürden sind niedrig: eine Registrierung, einheitliche Grundgebühr, zentrales Management über das Seller Portal. Was fehlt, ist oft nur die Entscheidung, den Schritt zu gehen.

Wenn du beim Aufbau deiner internationalen Kaufland-Präsenz Unterstützung brauchst — sprich uns gerne an.

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Häufige Fragen

In welchen Ländern ist Kaufland international aktiv?

Stand Juni 2026 ist der Kaufland Global Marketplace in neun Ländern aktiv: Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Spanien und die Niederlande sind die neuesten Märkte.

Muss ich mich für jeden Kaufland-Markt separat anmelden?

Nein. Eine einzige Registrierung beim Kaufland Global Marketplace reicht aus, um in allen neun Ländern zu verkaufen. Im Seller Portal aktivierst du einfach die gewünschten Kanäle.

Zahle ich pro Land eine eigene Grundgebühr?

Nein. Die monatliche Grundgebühr gilt für alle aktiven Kaufland-Kanäle zusammen. Du zahlst 39,95 €/Monat (Basic) oder 59,95 €/Monat (Plus) — unabhängig davon, in wie vielen Ländern du verkaufst.

Muss ich Listings für Spanien und die Niederlande selbst übersetzen?

Kaufland bietet einen kostenlosen Übersetzungsservice für Produktdaten und Rechtstexte an. Du solltest die Ergebnisse dennoch prüfen — professionell klingende Texte in der Landessprache erhöhen das Vertrauen und die Conversion deutlich.

Welche Provisionen fallen im internationalen Verkauf an?

Die Verkaufsprovisionen liegen je nach Produktkategorie zwischen 7 % und 16 % auf den Brutto-Verkaufspreis (inkl. Versandkosten). Sie gelten einheitlich für alle Kaufland-Märkte — keine Sondersätze für Spanien oder die Niederlande.

Dennis

Als Spezialist für Multichannel-E-Commerce begleitet Dennis Händler bei der technischen und strategischen Skalierung ihrer Online-Geschäfte. Sein Fokus liegt auf der nahtlosen Verknüpfung von Warenwirtschaftssystemen wie JTL und Billbee mit führenden Marktplätzen wie Amazon, eBay und OTTO. Dennis kombiniert tiefgreifendes Systemwissen mit praktischer Erfahrung, um komplexe Verkaufsprozesse zu automatisieren und die Sichtbarkeit über alle Kanäle hinweg nachhaltig zu steigern.

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