Werbung auf Kaufland schalten — für viele Händler noch ein blinder Fleck. Während sich alle auf Amazon PPC konzentrieren und die CPCs dort Jahr für Jahr steigen, läuft Kaufland Advertising weitgehend unter dem Radar. Das ist einerseits eine Lücke, andererseits eine Chance: Wer jetzt anfängt, zahlt weniger und konkurriert gegen weniger Mitbewerber.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie Kaufland Advertising aufgebaut ist, welches Budget du einplanst, was du an CPCs erwartest — und wann Werbung auf Kaufland wirklich Sinn ergibt.
Was ist Kaufland Advertising?
Kaufland bietet Händlern die Möglichkeit, ihre Produkte innerhalb der Plattform bezahlt zu bewerben. Die Anzeigen erscheinen an prominenten Positionen in den Suchergebnissen und Kategorieseiten — ähnlich wie Sponsored Products auf Amazon oder Promoted Listings auf eBay.
Das Grundprinzip ist Cost-per-Click (CPC): Du zahlst nur, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Das macht Kaufland Advertising überschaubar kalkulierbar und ermöglicht einen schnellen Einstieg ohne hohes finanzielles Risiko.
Wichtig: Kaufland Advertising ist ein verhältnismäßig junges Werbesystem, das noch aktiv weiterentwickelt wird. Das bedeutet, dass die verfügbaren Funktionen und Targeting-Optionen sich im Zeitverlauf ändern können — ein Grund mehr, jetzt reinzuschauen, bevor das System komplexer und teurer wird.
Wann lohnt sich Kaufland Advertising?
& Verkäufe auf Kaufland
Die erste Regel gilt auf jedem Marktplatz: Organisch vor bezahlter Sichtbarkeit. Werbung auf Kaufland zu schalten, bevor dein Listing sauber aufgebaut ist, ist Geldverschwendung. Ein schlecht optimiertes Listing konvertiert schlechter — und du zahlst für Klicks, die nichts bringen.
Bevor du anfängst zu werben, prüfe:
- Ist der Titel vollständig und korrekt strukturiert (78–80 Zeichen)?
- Sind alle Attribute befüllt?
- Gibt es ausreichend Bilder in guter Qualität?
- Ist die Beschreibung vollständig mit Bullets und Fließtext aufgebaut?
- Ist der Preis wettbewerbsfähig?
Wenn all das stimmt, ist Werbung ein sinnvoller nächster Schritt. Wenn nicht, optimiere zuerst — und spare dir das Budget.
Sinnvoll ist Kaufland Advertising besonders in diesen Situationen:
- Neue Listings sichtbar machen: Frische Produkte ohne Bewertungen haben zunächst schlechtes organisches Ranking. Werbung verschafft sofort Sichtbarkeit und erste Klicks — was langfristig auch dem organischen Ranking hilft.
- Saisonale Spitzen nutzen: Vor Weihnachten, Ostern, in der Garten-Saison oder rund um den Black Friday — temporär mehr Budget für höhere Sichtbarkeit.
- Marktanteile in Kategorien aufbauen: Wenn du eine Kategorie dominieren willst, ist bezahlte Sichtbarkeit ein Hebel, den du bewusst einsetzen kannst.
Kampagnenstruktur auf Kaufland
Eine gut strukturierte Kampagnenhierarchie ist die Basis für effektives Advertising. Hier eine bewährte Struktur:
Kampagnen-Ebene: Pro Produktkategorie oder Themenbereich eine Kampagne. Das ermöglicht dir eine saubere Budget-Verteilung und eine klare Auswertung pro Bereich.
Beispiel:
– Kampagne 1: Kartoffelstampfer
– Kampagne 2: Kartoffelmesser
– Kampagne 3: Kartoffelgewürze
Anzeigengruppen: Innerhalb jeder Kampagne kannst du nach Produktvarianten oder Preisklassen differenzieren. Das hilft dabei, Gebote gezielt anzupassen — teurere Produkte mit höherer Marge können höhere CPCs tragen.
Keyword-Targeting: Kaufland erlaubt Keyword-basiertes Targeting. Starte mit einem Mix aus breiten Begriffen (die Reichweite generieren) und spezifischen Long-Tail-Keywords (die stärker konvertieren). In der Praxis hat sich bewährt, mit 8–15 Keywords pro Anzeigengruppe zu starten und dann auf Basis der Performance zu optimieren. Es ist davon abzuraten, sowohl automatische als auch manuelle Kampagnen für dasselbe Produkt zu verwenden.
Budget und CPCs: Was du realistisch einplanst
Kaufland Advertising ist im Vergleich zu Amazon derzeit deutlich günstiger. Die konkreten CPCs variieren je nach Kategorie, Wettbewerb und saisonaler Nachfrage — aber die Tendenz ist klar: Wer auf Kaufland wirbt, zahlt für Klicks deutlich weniger als auf Amazon in vergleichbaren Kategorien.
Einstiegs-Budget: Mit einem Tagesbudget von 5–10 Euro lässt sich sinnvoll starten. Das ist ausreichend, um erste Klick-Daten zu sammeln und zu sehen, welche Keywords performen. Wer von Anfang an mit zu kleinem Budget startet, hat zu wenig Daten für sinnvolle Optimierungsentscheidungen.
Skalierungs-Budget: Sobald du siehst, welche Kampagnen profitabel laufen, kannst du das Budget schrittweise erhöhen. Kaufland-Advertising skaliert linear — doppeltes Budget bedeutet ungefähr doppelte Reichweite, solange das Suchvolumen das hergibt.
Gebotsstrategie: Kaufland ermöglicht manuelle CPC-Gebote. Starte konservativ und erhöhe Gebote schrittweise für Keywords, die nachweislich konvertieren. Gebote für Keywords ohne Conversion-Nachweis sollten reduziert oder pausiert werden.
Metriken die du im Blick behalten musst
Wie auf jedem anderen Werbeplattform gilt auch bei Kaufland: Daten schauen, nicht raten.
ACoS (Advertising Cost of Sales): Das Verhältnis von Werbeausgaben zu Werbeeinnahmen. Ein ACoS von 15% bedeutet, dass du 15 Cent Werbeausgaben pro Euro Werbeumsatz hast. Was ein guter ACoS ist, hängt von deiner Marge ab — als Faustregel gilt: Der ACoS sollte deutlich unter deiner Produktmarge liegen.
CTR (Click-Through-Rate): Wie viele Menschen klicken auf deine Anzeige, nachdem sie sie gesehen haben? Eine niedrige CTR deutet auf ein schwaches Bild oder einen unattraktiven Titel hin — das ist ein Listing-Problem, kein Advertising-Problem.
Conversion Rate: Wie viele Klicks führen zu einem Kauf? Wenn viele klicken aber wenig kaufen, stimmt etwas mit dem Listing nicht — Preis, Beschreibung oder Bilder.
ROAS (Return on Ad Spend): Das Verhältnis von Werbeumsatz zu Werbeausgaben, umgekehrt zum ACoS. Ein ROAS von 5 bedeutet, dass du mit 1 Euro Werbebudget 5 Euro Umsatz generierst.
Optimierungszyklen empfehlen sich alle 2–4 Wochen: Pausiere schwache Keywords bzw. negativiere, erhöhe Gebote für starke, justiere Budgets nach Performance.
Typische Fehler bei Kaufland Advertising
Fehler 1: Werbung ohne Listing-Basis schalten
Das haben wir oben schon erwähnt, aber es ist das häufigste Problem: Händler schalten Ads für Listings, die noch nicht fertig sind. Das verbrennst du Budget ohne nachhaltige Wirkung.
Fehler 2: Zu viele Keywords auf einmal
Wer mit 100 Keywords pro Anzeigengruppe startet, hat kein Budget für aussagekräftige Daten pro Keyword. Starte fokussiert und erweitere auf Basis echter Performance-Daten.
Fehler 3: Set-and-forget
Kaufland Advertising optimiert sich nicht selbst. Wer eine Kampagne aufsetzt und nie wieder reinschaut, verbrennt Budget für ineffiziente Keywords. Wöchentliche oder zweiwöchentliche Checks sind Pflicht.
Fehler 4: Gleiche Budgets für sehr unterschiedliche Produkte
Hochpreisige Produkte mit höherer Marge können höhere CPCs tragen. Günstige Massenware nicht. Wer alles mit dem gleichen Budget bewirbt, subventioniert schlechte Produkte auf Kosten guter.
Kaufland Advertising vs. Amazon PPC: Was macht mehr Sinn?
Die Antwort: beide — wenn du auf beiden Plattformen aktiv bist. Kaufland Advertising ist kein Ersatz für Amazon PPC, sondern eine Ergänzung. Der Vorteil liegt in der Diversifikation: Wer ausschließlich auf Amazon PPC setzt, ist abhängig von einem Werbesystem, in dem die Kosten seit Jahren steigen.
Kaufland Advertising ist aktuell günstiger und weniger kompetitiv. Das wird sich mit wachsender Händlerzahl ändern — aber noch ist der Zeitpunkt günstig.
Fazit: Jetzt anfangen, bevor alle anderen es tun
Kaufland Advertising ist kein Hexenwerk. Die Grundprinzipien sind dieselben wie bei Amazon PPC — aber die Eintrittsbarrieren sind niedriger, die CPCs günstiger und der Wettbewerb überschaubarer. Das ist kein Zustand der ewig anhält.
Unser Rat: Wenn du auf Kaufland verkaufst, solltest du Advertising testen. Starte mit einem kleinen Budget, einem sauberen Listing und fokussierten Keywords. Schau was funktioniert — und scale dann.
Du hast Fragen zu Kaufland Advertising oder willst deine erste Kampagne professionell aufsetzen? Melde dich bei uns — wir begleiten Händler beim Aufbau von Advertising-Strukturen auf allen relevanten Marktplätzen.
& Verkäufe auf Kaufland
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Häufige Fragen
unterstützt Unternehmen dabei, die Potenziale des modernen Mehrkanalhandels voll auszuschöpfen. Er ist Experte für die Implementierung und Optimierung von JTL und Billbee, um einen reibungslosen Datenaustausch mit Plattformen wie Amazon, eBay und OTTO sicherzustellen. Mit einem scharfen Blick für effiziente Workflows sorgt Roman dafür, dass technische Infrastrukturen stabil mitwachsen und Händler ihre Produkte erfolgreich auf den wichtigsten nationalen und internationalen Marktplätzen platzieren.

